Gestalter/in für visuelles Marketing

Gestalter und Gestalterinnen für visuelles Marketing arbeiten im Handel, auf Messen, Ausstellungen und in der Industrie. Ihre Arbeitsbereiche umfassen Verkaufsförderung, Präsentation von Waren, Produkten und Dienstleistungen, Werbung, Events, Öffentlichkeitsarbeit sowie Promotion. Sie entwickeln und realisieren visuelle Gestaltungskonzepte. Sie gestalten Verkaufs-, Präsentations- oder Ausstellungsräume und präsentieren Waren, Produkte bzw. Dienstleistungen.
Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss ein. Ein Drittel verfügt über die Hochschulreife und fast ein Zehntel besitzt den Hauptschulabschluss. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in dualer Form statt. Das bedeutet, dass sie in den praktischen Teil im Betrieb und den theoretischen Teil in der Berufschule unterteilt ist.
Den betrieblichen Arbeitsalltag kann man sich etwa so vorstellen:
Nach Vorgaben von Vorgesetzten entwerfen Gestalter/innen für visuelles Marketing Vorschläge für die Gestaltung von Räumen und Veranstaltungen. Dabei können sie ihren eigenen Ideen freien Lauf lassen. Aus einer Vielzahl von Materialien, Gestaltungstechniken und technischem Zubehör suchen sie eigenständig etwas Passendes aus und setzen die Entwürfe mit handwerklichem Geschick um.
Ihre Arbeit ist jedoch nicht nur kreativ - sie erfordert zuweilen auch physische Ausdauer. Im Stehen, in der Hocke, mit ausgestreckten Armen, über Kopf - Gestalter/innen für visuelles Marketing arbeiten in allen möglichen Körperhaltungen. Wenn sie Objekte aufhängen oder Wandbespannungen anbringen, arbeiten sie auch auf Leitern. Manche Schautafel ist nicht ganz leicht, muss aber dennoch an ihren Platz im Schaufenster gelangen. Lösungsmittelgeruch von Farben und Lacken begleitet sie bei vielen Tätigkeiten. Gestalter/innen für visuelles Marketing müssen sich zudem darauf einstellen, dass sie bei der Arbeit in Kaufhäusern oder Schaufenstern ständig von Passanten und Kunden beobachtet werden.
Neben Handwerkzeugen und Kreativität spielt der Computer eine wichtige Rolle in ihrem Beruf. Damit erstellen Gestalter/innen für visuelles Marketing Entwürfe mit spezieller Zeichensoftware, ordern Materialien oder kalkulieren Kosten. Oft arbeiten sie unter Zeitdruck, wenn die Dekoration für den Winterschlussverkauf oder für eine Sonderaktion unbedingt rechtzeitig fertig gestellt werden muss. Sind sie für eine Einzelhandelskette tätig, kann ihr Arbeitsbereich verschiedene Filialen umfassen: Nach identischem Muster dekorieren sie alle Geschäfte. In diesen Fällen sind sie oft auf Dienstreise.

An einem Wochentag erarbeiten sich die Auszubildenden in der Berufschule den theoretischen Hintergrund, den sie für die erfolgreiche Ausübung ihres Berufs benötigen. Der Unterricht, in dem selbstständiges Arbeiten im Vordergrund steht, ist in Lernfelder gegliedert. Die Auszubildenden lösen praxisorientierte Aufgaben, indem sie die Durchführung betrieblicher Maßnahmen planen, die Ergebnisse überprüfen, bewerten und gegebenenfalls korrigieren. Unter der Rubrik „Stoffübersicht“ sind die wichtigsten Leninhalte aufgelistet.